Dem Rhein und seinen Nebenflüssen droht bis Ende September eine weitere kritische Niedrigwasserphase. Für die Wirtschaft und die Binnenschifffahrt bedeutet dies anhaltende Logistikprobleme und erhebliche Mehrkosten.
Die hydrologische Lage am Rhein bleibt weiterhin äußerst angespannt. Die Abflussmengen in diesem Sommer fielen historisch niedrig aus – nach verschiedenen Auswertungen wurden an Messstellen wie Worms und Köln die geringsten Werte seit 200 Jahren gemessen.
Noch weiter gehende Modellrechnungen, die historische Rheinkorrekturen und bauliche Maßnahmen berücksichtigen, deuten sogar darauf hin, dass es sich um das geringste Abflussvolumen seit 2.000 Jahren handeln könnte. Dementsprechend intensiv wird das Thema derzeit in Fachkreisen diskutiert und publiziert.
Ein Blick auf die aktuellen GFS-Niederschlagsprognosen für das verbleibende Monatsdrittel zeigt, dass kaum mit ausrechenden Regenfällen zu rechnen ist:
Dementsprechend könnten die Wasserstände an zentralen Engpässen wie Kaub und Bonn erneut auf absolute Tiefstwerte zusteuern. Unternehmen entlang der Lieferketten müssen sich somit weiterhin auf drastische Abladebeschränkungen, höhere Frachtraten und anhaltende Engpässe in der Schifffahrtslogistik einstellen.
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