aktuell, 18.06.2026
Die aktuelle Hitzewelle bringt nicht nur hochsommerliche Temperaturen, sondern auch eine hohe Luftfeuchtigkeit mit sich.
Temperaturen von teils deutlich über 30 Grad bestimmen die zweite Hälfte dieser Woche.
Wie gut wir diese Hitze vertragen, hängt in hohem Maße von der sogenannten Taupunkttemperatur ab. Diese physikalische Größe gibt an, ab welcher Temperatur der in der Luft enthaltene Wasserdampf zu kondensieren beginnt – sie ist damit der präziseste Gradmesser für die tatsächliche Luftfeuchtigkeit.
Während ein niedriger Taupunkt von unter 10 Grad für angenehm trockene Luft sorgt, empfinden die meisten Menschen das Wetter bereits ab Werten von 15 bis 16 Grad als unangenehm schwül.
Am morgigen Freitag werden jedoch verbreitet extreme Taupunkttemperaturen zwischen 20 und 22 Grad erreicht. Damit liegt die Feuchtigkeit in einem Bereich, der sonst eher für tropische Regionen typisch ist. Es entsteht eine klebrig-schwitzige Waschküchenluft, die für den Organismus gesundheitliche Risiken mit sich bringt.
Die größte Gefahr bei solch hohen Taupunkten liegt im Versagen unseres körpereigenen Kühlsystems: Da die Umgebungsluft bereits fast vollständig mit Feuchtigkeit gesättigt ist, kann der Schweiß auf der Haut kaum noch verdunsten. Der kühlende Effekt bleibt aus, der Schweiß steht nur noch auf der Haut und die Körperkerntemperatur steigt an.
Um gegenzusteuern, muss das Herz-Kreislauf-System Höchstleistungen erbringen. Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt und das Herz pumpt schneller. Die Folge sind häufig schwerer Schwindel, Kopfschmerzen, Kreislaufkollapse und eine ausgeprägte körperliche Erschöpfung.
Zudem belastet die feucht-warme, schwere Luft die Atemwege von Asthmatikern und chronisch Kranken enorm. Körperliche Belastungen sollten daher dringend vermieden und die Flüssigkeitszufuhr deutlich erhöht werden.
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