Klima, 22.01.2026
Ein Flug von New York nach Kuwait über der Eifel zeigt eindrucksvoll, wie langlebig Kondensstreifen sein können – und welchen Einfluss sie auf das Klima haben.
Wie lange sich Kondensstreifen in der Atmosphäre halten, lässt sich an diesem Beispiel besonders gut beobachten: Eine Boeing 777-369(ER) der Kuwait Airways (Flug KAC 118) startete gestern (21. Januar 2026) um 16:55 Uhr Ortszeit in New York und überflog heute Morgen um 05:20 Uhr (22. Januar 2026) den donnerwetter.de Wetterpark in der Eifel.
Der dabei entstandene Kondensstreifen war in rund 11 Kilometern Höhe noch fast eine Stunde lang sichtbar. Während dieser Zeit breitete er sich deutlich aus und veränderte seine Struktur entsprechend der vorherrschenden Windrichtung:
Bemerkenswert: Selbst mit einem sehr empfindlichen Sensor für langwellige Wärmestrahlung ließ sich der Effekt des Kondensstreifen bis zum Boden nachweisen. Die Ausstrahlung der Erdoberfläche nimmt messbar ab.
Der Flug wird planmäßig zur Mittagszeit in Kuwait landen – sein atmosphärischer Fußabdruck ist jedoch deutlich länger präsent.
Kondensstreifen reduzieren die langwellige Wärmeabstrahlung der Erde und tragen damit zur Erwärmung der Atmosphäre bei. Der stetig wachsende Flugverkehr hat in dieser Hinsicht einen erheblichen negativen Einfluss auf das globale Klima.
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