Klima, 20.01.2026
Nordwestpassage rund um Grönland könnte in absehbarer Zeit dauerhaft schiffbar werden.
Im Zusammenhang mit Grönland gibt es einen Aspekt, der vergleichsweise selten thematisiert wird. Die rasche Erwärmung der Arktis in den vergangenen Jahrzehnten – und voraussichtlich auch in Zukunft – könnte dazu führen, dass die Nordwestpassage rund um Grönland in absehbarer Zeit dauerhaft schiffbar wird.
Damit würden neue, strategisch wichtige Handelsrouten entstehen. Entsprechend positionieren sich wirtschaftliche und politische Akteure, darunter auch Geschäftsleute, Familien und Netzwerke rund um Donald Trump.
Hierzu ein Zitat von Eric Trump (Handelsblatt vom 11.01.2026): „Die Polkappen schmelzen, es gibt wichtige Schifffahrtswege dort oben …“
Daraus lässt sich einiges ableiten: Für Akteure im Umfeld von Trump stellt der Klimawandel offenbar vor allem eine wirtschaftliche Chance dar – neben dem Zugang zu Rohstoffen und sicherheitspolitischen Interessen.
Diese einflussreichen Kreise scheinen fest von einem weiter fortschreitenden, menschengemachten Klimawandel auszugehen und beziehen ihn bereits in ihre ökonomischen Planungen ein. Das verdeutlicht möglicherweise klarer als viele Modelle, wie die Zukunft der Arktis und des globalen Klimas eingeschätzt wird.
Vor diesem Hintergrund erscheint es plausibel, dass Grönland früher oder später – in welcher Form auch immer – stärker unter den Einfluss der USA geraten könnte und weiterhin von einer massiven globalen Erwärmung ausgegangen werden muss.
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